Eine macOS-Menüleisten-App, die bei Mausklicks ein Trefferkreuz aufblitzen lässt und einen kurzen Ton spielt. Wie oft das passiert, stellt man selbst ein.
Das Vorbild ist der Hitmarker aus Shootern. Sonst macht die App nichts. Erster Commit war um 17:16, um 20:50 lag sie bei Apple im Review: 492 Zeilen Swift an einem Nachmittag. Es ist ein Gag, und das darf man ruhig merken.

Bei jedem Klick blitzt an der Mausposition ein Marker auf, dazu ein kurzer synthetischer Ton. Standardmäßig passiert das bei 30 Prozent der Klicks, einstellbar von 0 bis 100. Mitgeliefert werden drei Marker (Classic, Heavy, Chevron) und drei Klänge (Tick, Thud, Ping), alle kostenlos. Die App startet ohne Dock-Icon, lebt nur in der Menüleiste und spricht Deutsch und Englisch, je nachdem was das System sagt.

Der interessanteste Teil ist, was die App nicht braucht: keine einzige Berechtigung. Statt eines CGEventTap hört sie über NSEvent.addGlobalMonitorForEvents mit. Das ist eine Zeile, read-only, kann keine Klicks verschlucken, und Apples Doku beschränkt die Accessibility-Pflicht ausdrücklich auf Tastatur-Events. Kein TCC-Dialog, kein Onboarding für Rechte. Das ist auch der Grund, warum sie überhaupt in den Mac App Store darf. Dazu kommt: Unter App Sandbox ist kein einziges Entitlement gesetzt, nicht mal ausgehende Verbindungen. Die App kann kein Netzwerk erreichen, selbst wenn sie wollte. Sounds sind synthetisiert, Grafiken zeichnet Core Graphics, das Icon kommt aus demselben Pfad-Code wie der Marker im Produkt. Kein Sample, kein fremdes Byte.
Was nicht geht: Über Spielen, die den Bildschirm exklusiv übernehmen, erscheint kein Overlay. Die umgehen den Window-Server von macOS. Über normalen Apps und nativen Vollbild-Spaces läuft es.
Der Name hat länger gedauert als die App
„Hitmarker" war der naheliegende Name. Die Recherche ergab: Hitmarker LTD aus Newcastle, eine Gaming-Jobbörse, hält die Wortmarke inklusive Nizza-Klasse 9, also Software, gültig bis 2031. Die betreiben selbst einen aktiven App-Store-Account. Gleicher Store, gaming-nativ, passende Klasse. Das eigentliche Risiko war also nie Activision.
„Noscope" war der zweite Versuch. Auch tot: IR 1926673, eingetragen am 29.03.2026 von TryHackMe Ltd, vier Monate alt, Klassen 9 und 42, Schutz in DE, EU, US, UK und rund 30 weiteren Ländern.
„Tacticlick" ist ein Kunstwort aus tactical und click und hat null Treffer über den TMview-Index, der EUIPO, DPMA, WIPO und USPTO zusammen abfragt. Beide Absagen kamen vor dem ersten Store-Eintrag, und genau darum geht's: Namen vor der Einreichung gegen die Register prüfen, nicht danach. Nach dem Release kostet ein Namenswechsel Rezensionen und Links. Generische Meme-Wörter kollidieren häufiger als Kunstwörter. (Das ist recherchierte Faktenlage, keine Rechtsberatung.)
Tech-Stack: Swift, SwiftUI, AppKit, Core Graphics, AVFoundation, XcodeGen, App-Store-Connect-API
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